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GSSD Sonderwaffenlager Finsterwalde

 

Frontansicht mit Verladekran

Der Lagerraum für die Sprengköpfe

 

Bunkertypen : BASALT, Monolith, USB
Etagen : 2
Zustand : schlecht

 

Ganz in der Nähe des ehemaligen GSSD Flugplatz Finsterwalde befindet sich ein ehemaliges Sonderwaffenlager vom Typ BASALT für nukleare Bombermunition. Dabei handelt es sich um ein Wiederverwendungsprojekt der Sowjets, 2 weitere Lagerbunker diesen Typs befinden sich am Flugplatz Brand und am Flugplatz Lärz. Weitere Bauwerke findet man in den ehemaligen Staaten des Warschauer Vertrages. Das Bauwerk befand sich in einem gut gesicherten Kasernengelände.

Das Bauwerk selbst besteht aus 2 Teilen, dem Technikkopfbau und den 9 x 40m großen Lagerraum. Die genaue Deckenstärke ist nicht bekannt, mit Erdüberschüttung misst sie jedoch ziemlich genau 1,50m. Die Stärke der Umfassungswände ist ebenfalls nicht bekannt, die Gibelwand an der Vorderseite misst jedoch 1m, die Wand zwischen Technikbau und dem Lagerraum nochmals knapp 1m. Gesamtbauwerksmaß knapp 70 x 9m. Der Technikkopfbau beinhaltete sämtliche technische Anlagen wie LTA, ELT und die Kälteerzeugung. Als NEA kam ein externes Aggregat zum Einsatz. Beeindruckend die etwa 45cm starken Verschlusstore an der Kfz Zufahrt und vor dem Lagerraum. Zwischen Lagerraum und dem Technikkopfbau befindet sich ein 6m hoher Umschlagraum mit Kran. Neben der Kfz Einfahrt befindet sich noch ein kleiner Zugang für Personen, zwischen den beiden hydraulisch angetriebenen Verschlusstoren befanden sich ursprünglich noch 2 dünnwändige Drucktore, welche zusätzlich eine "Tür in Tür" Konstruktion besaßen, so dass Personen hindurchgehen konnten, ohne die großen Tore zu öffnen. Interessant eine Sollbruchstelle am Ende der Lagerkammer, einige spekulieren, diese sei vorhanden, weil es sich um ein Typenbauwerk handelt und man den Kopfbau beiderseits hätte ansetzen können. Bei einem monolithischen Bauwerk ist dies jedoch höchst unwahrscheinlich. Wir selber spekulieren über einen "Notzugang", das heißt, bei Verschüttung des Haupttores hätte man mit feldmäßigen Hilfsmitteln trotzdem noch einen Zugang zum brisanten Lagergut schaffen können.

 

Die massiven Verschlusstore

LTA im Obergeschoss

 

Zum Zustand: Dieser kann nur noch als erbärmlich bezeichnet werden. Alle oberirdischen Bauten wurden bereits geschliffen, lediglich ein Wachbunker vom Typ USB ist noch zu finden. Das gesamte Bauwerk ist durch Brandstiftung stark beschädigt und rußgeschwärzt, Idioten haben fast alles zerkloppt, was zu zerstören ist, Schrottdiebe haben begonnen, die Verschlusstore zu zerlegen. Am unverständlichsten jedoch ist die Tatsache, dass irgendwelche Schlaumeier säckeweise Kunststoffmüll, der bekanntlich kostenlos abgeholt wird, im Bauwerk abgelegt haben, so dass einem der süße Geruch einer Mülldeponie entgegen weht, sobald man das Bauwerk betritt... .

 

Der Plan des Sonderwaffenlagers:

 

3D-Perspektive

 

Auswahl der Medien:

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