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GSSD Troposphärenfunkzentrale "BREMEN" bei Zossen

 

Hauptflur im Untergeschoss der Bogendeckung

Reste der elektrotechnischen Anlagen

 

Bunkertypen : AU-13, Monolith, USB
Etagen : 2
Zustand : schlecht

 

Bei Zossen befinden sich die Reste einer Troposphärenfunkzentrale der GSSD. Der Rufname der Anlage lautete "BREMEN". Das Bauwerk diente nach Information eines bekannten Fachhistorikers gleichzeitig als Gefechtsstand. Bei dem Bauwerk handelt es sich im Kern um eine zweietagig ausgebaute geschlossene Deckung für Flugzeuge (GDF) vom Typ AU-13. Die 13 steht hier für die Grundbreite der Bogendeckung (13 m). Dabei wurde im Inneren ein quaderförmiger Ausbau mit Ziegelsteinen errichtet, den Platz zwischen den Wänden und den Bogenelementen der Deckung nutzte man zur Medienführung. An beiden Enden der Bogendeckung wurden monolithische Kopfbauten errichtet, an dem hinteren Kopfbau schließt sich ein längerer Tunnel zu einem Fertigteilbunker vom Typ USB an. An diesem wiederum befindet sich rückseits ein Kabelsteigschacht, Durchbrüche entlang des USB und dem Tunnel weisen auf eine Kabeltrassenführung hin. Im Zentralbauwerk, der Bogendeckung findet man im unteren Geschoss Reste von sanitären Anlagen, einen Lageraum, Reste der LTA und im Zugangskopfbau schließlich den NEA Raum. In diesem befinden sich nur noch 2 Fundamente von wahrscheinlich, dem Geruch zu beurteilen nach, 2 Dieselgeneratoranlagen. Einige Reste der Treibstoffleitungen sind noch vorhanden.

Das Obergeschoss der Bogendeckung besteht fast ausschließlich aus einem großen Saal, vermutlich handelt es sich dabei um den ehemalige Sendesaal. Kurz vor dem Bauwerk findet man ausserdem noch 3 große Hügel mit Rampenauffahrt, wahrscheinlich für mobile Technik. Der Zustand des Bunkers selbst kann nur noch als traurig bezeichnet werden. Zwar ist davon auszugehen, dass das meiste der Technik von den Truppen der GSSD selbst demontiert und mitgenommen wurde, die Zerstörung und das Fehlen fast aller Drucktüren und anderer Metallteile dürfte wohl jedoch auf Schrottdiebe, Chaoten und Technohampler mit ihren illegalen Bunkerpartys zurück zu führen sein. Trotzallem immernoch eine sehenswerte Anlage, welche die typische Konstruktion von Schutzbauwerken der GSSD auf deutschem Boden zeigt.

 

 

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