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Wechselgefechsstand der 16. Luftarmee bei Luckenwalde

 

halb verschütteter Zugang

Das Verbindungsbauwerk

 

Bunkertypen : Monolith, AU-11
Etagen : 2
Zustand : schlecht

 

Am Truppenübungsplatz Heidehof, in der Nähe von Luckenwalde, befand sich der Wechselgefechtsstand (WGS) der 16. Luftarmee der GSSD. Eine Betonplattenstraße führt an einem verlassenen Kontrolldurchlass vorbei, direkt vor das Objekt, neben dem GS befinden sich dort weiter 2 äusserst baufällige Baracken und ein kleiner Lagerbunker.

Als Konstruktionsprinzip für das Hauptschutzbauwerk kam das von der GSSD oft angewendete, 2-etagige Ausbauen von Flugzeugdeckungen zum Einsatz, in diesem Falle wurden 2 Bogendeckungen vom Typ AU-11 parallel und mit etwas Abstand zueinander errichtet und an einer Kopfseite über einen monolithischen Verbindungsbau zusammengefasst. Zwischen den beiden Deckungen befindet sich ein ebenfalls teilweise 2-etagiger, monolithischer Bunker als Technikbauwerk, ebenfalls Zugänglich vom Verbinder. An dem jeweils anderen Ende der Deckungen schließen monolithische Zugangsbauten an. Ein weiterer Zugang erfolgte direkt an einem Ende des Verbindungsbauwerkes. Eine Skizze der Konstruktion ist weiter unten angefügt.

Zur technischen Ausstattung können nicht viele Angaben gemacht werden, laut dem Historiker Hermann Rentsch befand sich das Bauwerk zum Zeitpunkt der Aufgabe durch die sowjetischen Streitkräfte gerade in der Modernisierung, somit fehlen sämtliche Einbauten des Bunkers. Der Fussboden, die Fliesen und die Anstriche scheinen aber noch erneuert worden zu sein. Gesichert ist, dass in dem Bauwerk 2 größere Netzersatzaggregate ihren Dienst vollrichteten, im Technikbau sind die Fundamente noch deutlich sichtbar. In der westlichen Bogendeckung ( rechte Deckung der Skizze ) befand sich ein großer Lageraum.

 

Der Lageraum

Treppenaufgang und Schaltkasten

 

 

Zum Zustand :

Das Bauwerk präsentiert sich, wie bereits erwähnt, leer und wurde scheinbar auch das ein oder andere Mal als Austragungsstätte für illegale Bunkerpartys zweckentfremdet. Die Zugänge wurden alle verschüttet, jedoch einer von diesen von interessierten, Schrottis oder Partyleuten wieder freigeschaufelt. Insgesamt ist die Anlage nicht mehr unbedingt sehenswert und besticht einzig durch die doch recht beeindruckenden Dimensionen.

 

 

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