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Wechselgefechtsstand des OKSSD bei Treuenbrietzen

 

Lageraum im Altbau...

...und im Neubaugefechtsstand...

 

Typ : Gefechtsstand
Bunkertypen : GRANIT, SBK, USB, Monolith, Fertigteil
Etagen : 1
Zustand : schlecht

 

Bei Treuenbrietzen, am Hang einer Erhebung, auf dessen Gipfel sich auch die Richtfunknachrichtenzentrale Mitte befindet, liegen die Reste des Wechselgefechtsstandes des Oberkommando der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Weitläufig im Gelände verteilt sind hier mehrere Schutzbauwerke zu finden, ein Altbaugefechtsstand, ein Neubaugefechtsstand, ein einzelner SBK und eine Gruppe von insgesamt 4 USB, angebunden an den Keller eines abgerissenen Gebäudes.

Bei dem Altbaugefechtsstand handelt es sich um ein aus einfachsten Mitteln errichtetes Bauwerk, die Umfassungswände bestehen aus Wohnungsbauplatten, die Decke aus Schwellen, wie man sie von Bahnschienen kennt und der Innenausbau wurde mit Holzbalken und Brettern durchgeführt. Das Quaderförmige, recht lange Bauwerk besitzt einen Zugangstunnel aus Fertigteilelementen, am anderen Ende befindet sich der Notausstieg durch eine Art Panzerluke. Eine Raumaufteilung lässt sich heute nur noch schwer erkennen, da die Zwischenwände zerfallen sind oder zerstört wurden. Das Bauwerk ist heute stark einsturzgefährdet und sollte, wenn überhaupt, nur noch mit äußerster Vorsicht begangen werden.

Filter im Neubau, hinten die Lüfter

mieserabler Zustand eines USB...

 

Wesentlich solider wirkt dagegen der Neubaugefechtsstand, das Kernbauwerk besteht aus insgesamt drei Stück Fertigteilbunker des Typs GRANIT, welche parallel zueinander und rechtwinkelig an ein monolithisches Verbindungsbauwerk angeschlossen sind, so dass der Grundriss die Form eines "E" ergibt. Insgesamt 3 Zugänge führen in das Bauwerk, ein Zugang erfolgt über den mittigen GRANIT, die anderen beiden Zugänge führen jeweils an den beiden Enden und über SBK Anbauten des monolithischen Verbinders in das Bauwerk, die beiden äußeren GRANIT hatten einen Notausstiegsschacht angesetzt. Über die Raumnutzung lässt sich auch bei diesem Bauwerk nicht viel sagen, da sogut wie kein Inventar mehr vorhanden ist, im monolithischen Verbinder sind die Sanitäranlagen und die LTA noch gut zu erkennen, die Filtersätze sind weitestgehenst komplett vorhanden. In den beiden äußeren GRANIT befinden sich Arbeits- oder Ruheräume und Reste von Nachrichtentechnik, der mittlere GRANIT beherbergte scheinbar einen flächenmäßig recht großen Lageraum.
Heute ist das Bauwerk, wie bereits erwähnt, größtenteils leergeräumt, zerstört und durch Brandstiftung teilweise stark rußgeschwärzt. Der Lageraum lässt die letzte Technoparty noch gut erkennen, die letzten Übernachtungen im Bauwerk wurden auch nicht von der ehemaligen Bunkerbesatzung durchgeführt ...

Zu den beiden kleineren Schutzbauwerken lässt sich ebenfalls nicht mehr viel sagen, der einzelne SBK liegt gut versteckt mitten im Wald, ein Stromanschluss und ein FM-Verteiler lassen sich noch erkennen. Die 4 Fertigteilbunker vom Typ USB sind im Prinzip ebenfalls leer, in einem befindet sich noch ein Gitterverschlag, bei einem anderen sind noch die Reste von FM-Technik zu erkennen. Auffällig ist der baulich sehr schlechte Zustand der USB, ob durch schlechte Bauausführung oder durch andere Einflüsse entstanden, darüber kann man nur spekulieren.

Quellen:

- www.sperrgebiet.eu

 

 

Auswahl der Medien:

 

Direktlink zur Bildergalerie 1 : Wechselgefechtsstand des OKSSD - Neubaugefechtsstand
Direktlink zur Bildergalerie 2 : Wechselgefechtsstand des OKSSD - Altbaugefechtsstand
Direktlink zur Bildergalerie 3 : Wechselgefechtsstand des OKSSD - sonstige Anlagen