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Wiederverwendungsprojekte

 

Auf dieser Seite findet ihr verschiedene Typenbauten beziehungsweise Wiederverwendungsprojekte von Schutzbauwerken, die uns während den Besichtigungen verschiedener Anlagen begegnet sind, wir erweitern diese Seite gegebenenfalls. Ausführliche Informationen und Daten zu diesen und weiteren Typenbauten findet ihr unter www.sachsenbunker.de.

I Fertigteiltypenbauten
II Monolithische Typenbauten
FB-1
LP-09
FB-2
MB/BS und MB-3
FB-3
MB-1-15
FB-75
Schutzbauwerk für S-200 Raketen
KWS-U
Führungsbunker der LSK/LV (alt)
SBK
Funksendezentrale (alt)
SBU
Funksendezentrale (neu)
USB
Sonderwaffenlager (Dezentral)
GRANIT/GRANIT 2
Sonderwaffenlager (Zentral)
AU 11, 13, 16/2, 19
 
AU 16/1
 
1/15 V2x
 

 

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I Fertigteiltypenbauten


FB-1

 

Nutzer : NVA, MfS
Schutzklasse : E

 

Beim FB-1 handelt es sich um eine Bogendeckung zur geschützten Unterbringung von Fahrzeugen, Munition oder selten, als Führungsbunker mit 2-etagigem Innenausbau. Die Scheitelhöhe beträgt etwa 4,60m. Errichtet wurde er aus schmalen Betonbogensegmenten, welche gegeneinander verschraubt wurden. Als Verschluss dienten in der Garagenausführung schwere Druckschutztüren. Das Typenbauwerk kam hauptsächlich in abgesetzten Funksendestellen von Führungsstellen nach einem Typenprojekt der 60iger und 70iger Jahre zum Einsatz und wurde später vom stabileren FB-75 abgelöst.

 

Giebelansicht eines FB-1

Giebelansicht eines FB-1 - Tarnanstrich

Innenansicht

 

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FB-2

 

Nutzer : NVA, MfS
Schutzklasse : E

 

Der FB-2 ist im Prinzip eine kleinere Variante des FB-1, die Höhe beträgt nur 3,80m. Er wurde ehr selten errichtet und diente meist als NEA Bunker in den abgesetzten Funksendestellen, als Munitionslager, in der HNZ-2 ausserdem als Stabsbunker mit monolithischem Kopfbau.

 

FB-2 als NEA Bunker einer AF

Rückwand im Inneren

FB-2 mit Innenausbau...

...zum Stabsbunker

FB-2 als Lagerbunker...

...und als NEA Bunker

 

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FB-3

 

Nutzer : NVA, MfS, GT
Schutzklasse : E

 

Der wohl bekannteste Fertigteilbunker im ostdeutschen Raum, von diesem wurden einige Tausend Stück auf dem gesamten ehemaligen Gebiet der DDR errichtet. Zum Einsatz kamen elliptische, 1m breite Viertelschalensegmente, die Regelausführung misst eine Länge von 8,6m. Der Zugang erfolgte üblicherweise über ein Tambour als Luftschleuse, in dem sich auch die Filteranlage befand. Markantestes Merkmal des FB-3 sind wohl die sogenannten "Dinohälse", dabei handelt es sich um die gebogenen Zu- und Abluftrohre unterschiedlicher Stärke. Die Ersten Ausführungen besaßen noch Lüftungshutzen sowjetischer Herstellung, welche sonst beim Typenbauwerk USB der GSSD zum Einsatz kamen. Es fand mindestens einmal eine Überarbeitung des Typenprojektes statt, die neuere Ausführung besitzt etwas kürzere, stärker gekrümmte Lüftungsrohre und eine umgestaltete Filteranlage. Als Türen kamen die für den FB-3 bekannten Kalottentüren zum Einsatz.

Der Einsatzzweck des Bauwerks war vielseitig, er diente als Lagerbunker (dann meist ohne Tambour), als NEA Bunker, zur Unterbringung von Mannschaften (Ausführung FB-3/M, 8 Betten in 2 Etagen), als Führungspunkt (Ausführung FB-3/F, 4 Betten in 2 Etagen, Schreibtisch, etc). Zur Unterbringung von Fernmeldetechnik, als Schutzbauwerk für die Technik der Funkfeuer von Flugplätzen usw. Vereinzelt lassen sich auch gekürzte Ausführungen mit 2, 4, oder 6 Segmentlängen auffinden, dies jedoch ehr selten, üblich waren die Ausführungen mit einer Länge von 8 Segmenten.

 

FB-3 Lagerbunker

FB-3/M

FB-3 als SBW für Funkfeuer

Lüftungsrohr, Ausführung alt...

...Standard

...und neu

 

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FB-75

 

Nutzer : NVA, MfS, GSSD
Schutzklasse : E

 

Der FB-75 Ist ein überarbeitetes Projekt des FB-1, zu Erhöhung der Stabilität wurden die Bogensegmente nun längs verspannt. Die Länge des Bauwerks wäre bei Errichtung im Prinzip unbegrenzt gewesen, hätte aber wenig Sinn gemacht, da bei einer Zerstörung die darin untergebrachte Technik nur noch schwer hätte geborgen werden können. Der FB-75 wurde in wesendlich größerer Zahl errichtet als der FB-1 und diente unter anderem als geschützte Garage, als Führungsbunker mit 2-etagigem Ausbau oder als Lagerbunker für Raketen. Ein Weiteres Typenprojekt war der FB-75 "Stern", hier wurden 3 Stück 2-etagige FB-75 sternförmig um ein quaderförmiges monolithisches Zugangsbauwerk errichtet und dienten dann als Stabs- oder Führungsbunker.

 

FB-75 Garagenbunker

Innenansicht

Rohbau eines FB-75

Innenansicht zm Tor

2-etagiger Ausbau

spezielle Ausführung für S-200 Startleitkabine

 

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KWS-U

 

Nutzer : GSSD, NVA, MfS
Schutzklasse : ?

 

Ein Wellblechbunker der Sowjets, betehend aus versetzt verschraubten, kreisförmigen Wellblechelementen (1/3 Kreis). Der Zugang erfolgte über eine beengte Luke, das Bauwerk verfügte aber immerhin üblicherweise über ein Tambour. Er kam sowohl bei der NVA als Übungsbauwerk, als abgesetzte Sendestelle beim Wachregiment und als Führungspunkt der Sowjets zum Einsatz. Es existiert eine größere Variante mit der Bezeichnung KWS-A.

 

typischer Zugang eines KWS-U

Innenansicht eines KWS-U

Innenansicht eines KWS-U

Tambour eines KWS-A

T-Verbinder in einem KWS-A Verbund

KWS-A Innenansicht

 

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SBK

 

Nutzer : GSSD
Schutzklasse : ?

 

Der SBK ist ein Fertigteilbunker aus kreisrunden Segmenten mit abgeflachtem Boden. Zum Einsatz kam er meist in Verbünden mit anderen Fertigteiltypenbauten wie dem USB oder dem SBU. Dabei diente er häufig auch als NEA Bunker, das Bauwerk verfügte regulär über keinen Tambour.

 

SBK Innenansicht

SBK Innenansicht

SBK Innenansicht

 

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SBU

 

Nutzer : GSSD, NVA
Schutzklasse : ?

 

Einer der ersten eingeführten Fertigteilbunker, die Formgebung erinnert an deutsche Luftschutzstollen aus dem 2. Weltkrieg. Das schmale Bauwerk kam vor Einführung des FB-3 auch bei der NVA, vornehmlich in alten S-75 Feuerstellungen der LSK/LV zum Einsatz und diente hauptsächlich zur Unterbringung von Mannschaften. Durch die komplizierte Bauweise wurde das Typenprojekt bald ausgemustert. Bei der GSSD häufig zu finden als Doppelbunker, 2 SBU wurden dabei nebeneinander errichtet und ein Durchbruch zwischen beiden Bunkern geschaffen.

 

SBU in Doppelausführung...

... Durchbruch zwischen 2 SBU

SBU als Nachrichtenbunker

SBU der NVA mit Notlüfter

SBU Mannschaftsbunker

Zugangsvariante

 

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USB

 

Nutzer : GSSD
Schutzklasse : ?

 

Wird gerne auch als "russischer FB-3" bezeichnet, das Konstruktionsprinzip ähnelt allerdings mehr den Bogendeckungen vom Typ AU-XX. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des deutschen Bunkertyps "Hermann".Das Bauwerk bot wesendlich mehr Platz als der FB-3 und wurde von der GSSD vielseitig und oft eingesetzt.

 

typischer Zugang zu einem USB

Innenansicht

Innenansicht

 

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GRANIT / GRANIT 2

 

Nutzer : GSSD
Schutzklasse : ?

 

Der GRANIT ist ein Fertigteilbauwerk aus Halbkreissegmenten, die zu einem Tubus zusammentgefügt und zur Herstellung eines ebenen Bodens mit Beton ausgegossen wurden, so dass unterschiedliche Grundflächen hergestellt werden konnten. Der Unterschied zwischen GRANIT und GRANIT 2 ergibt sich aus dem Durchmesser des Tubus, beim GRANIT beträgt dieser 6,2m, beim GRANIT 2 dagegen 7m. Die Länge beträgt jeweils 33 m. Von aussen ist der Unterschied an den Verschlusstoren zu sehen, der GRANIT besitzt mittig ein Schluptor, beim GRANIT 2 befindet sich dieses seitlich im Verschlusstor. Das Bauwerk diente zur Lagerung von Spezialmunition an Flugplätzen, zur Unterstellung von schweren Trägerfahrzeugen ( im GRANIT 2 finden beispielsweise zwei MAZ 543 + Fracht ihren Platz) oder als Führungsstelle mit optionalen, zweietagigen Ausbau. Bei der Lagervariante war ausserdem optional ein Heizungsanbau möglich.

 

GRANIT als Lager für Spezialmunition

optionaler Heizungsanbau

GRANIT als Führungsstelle

 

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AU-11, AU-13, AU-16/2, AU-19

 

Nutzer : GSSD, NVA
Schutzklasse : ?

 

Bei den AU-XX handelt es sich um geschlossene Deckungen für Flugzeuge (GDF) in Form von Bogendeckungen aus Halbbogensegmenten. Die Nummer der Bezeichnung gibt die Spannweite der Deckung an. Im NVA Sprachgebrauch war die Bezeichnung GDF gebräuchlich. Sie wurden in großer Zahl an vielen Flugplätzen errichtet und dienten als Splitterschutz für die Flugzeuge. Rückseitig befand sich üblicherweise ein Abgaskanal, so dass die Triebwerke der Flugzeuge schon in der Deckung gestartet werden konnten.
Eine weitere oft genutzte Variante dieser Bogendeckungen war der Ausbau zum Gefechtsstand oder Funkführungsbunker, dabei wurden meist im Inneren quaderförmig Wände und Zwischendecken eingezogen, der verbleibende Raum zwischen Bogenelementen und Innenausbau diente dann meist zur Medienführung. Ein Großteil der GSSD Bunker auf dem Gebiet der ehemaligen DDR basiert auf diesem Konstruktionsprinzip.

 

AU-13 als Flugzeugdeckung

andere Variante der AU-13

Innenansicht einer AU-13

Medienstollen in einer ausgebauten Deckung

NEA Raum in einer AU-13

Sendesaal einer 2 etagig ausgebauten Deckung

 

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AU 16/1

 

Nutzer : GSSD
Schutzklasse : ?

 

Die GDF vom Typ AU 16/1 stellt eine Sonderkonstruktion für Frontbomber dar. Hier wurden Betonplatten auf eine Stahlskelett Konstruktion montiert, am Ende befanden sich 2 Abgaskanäle. Dieser Bautyp ist seltener errichtet worden.

 

Aussenansicht

Innenansicht

Abgaskanäle

 

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1/15 V2x

 

Nutzer : MfS
Schutzklasse : D

 

Fertigteilbauwerk mit höherer Schutzklasse aus Betonrahmenelementen. Eine genauere Beschreibung findet ihr hier .

 

Zugang in einer Tarnbaracke

Innenansicht des Einganges

Hauptflur in einer Variante 1/15

typisches Dieselaggregat

Hauptflur in einer Variante 1/15 V2c

Lageraum

 

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II Monolithische Typenbauten


LP-09

 

Nutzer : MfNV, Großbetriebe
Schutzklasse : E
Standorte :

- Bezirksstädte der DDR
- in oder in umliegenden Orten der meisten Kreisstädte der DDR
- auf Gelände von Großbetrieben

 

Der Bunkertyp LP-09 (das LP steht für Leitungspunkt) ist ein Typenprojekt aus den 60iger Jahren und diente als Führungsstelle im Spannungsfalle für die Bezirkseinsatzleitungen, den Kreiseinsatzleitungen und den Wehrkreiskomandos. Auch Großbetriebe besaßen vereinzelt einen LP-09 auf ihrem Gelände. Das Bauwerk besaß eine Fläche 140 m² im Inneren, die Aussenwände waren monolithisch gegossen, ein Großteil der Innenwände war jedoch variabel und konnte somit individuell angepasst werden. Die Schutzeigenschaften waren gering, zwar war die Rede von einer Schutzklasse "annährend D", dies darf jedoch bezweifelt werden, viele Anlagen besaßen nicht einmal ABC Filter in der LTA. Die Wandungen mit nur 25 cm boten kaum Schutz vor großkalibrigere Waffen. Zur Ausstattung gehörte unter anderem Eine DeKo Dusche, ein Netzersatzaggregat (meist ein Multicar Motor), eine Warmwasserbereitung und eine kleine Lüftungsanlage mit elektrischem Heizregister. Der Notausgang befand sich jeweils genau diagonal gegenüber dem Zugang.

In den BEL kamen meist doppelte Ausführungen diesen Bautyps zum Einsatz (DLP-09), diese waren entweder gespiegelt mit gemeinsamen Zugangstunnel errichtet oder "Rücken an Rücken" gedreht zueinander gebaut worden.

 

Zugang eines LP-09

Lageraum

sanitäre Anlagen

NEA Raum

Schleusenbereich

Wasserversorgung

 

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MB/BS und MB-3

 

Nutzer : NVA, MdI
Schutzklasse : E
Standorte :

- 17/5001 Prenden (MB-3)
- 17/5012 Prenden (MB-3)
- 17/5020 Bernau (2x MB/BS)
- 17/5021 Werbellin (MB-3)
- 7001 Freudenberg (3x MB/BS)
- 7011 Marienthal (MB-3)
- BDVP Frankfurt/Oder (MB/BS)
- FRAG 411 Badingen (MB/BS)
- FRAG 431 Prangendorf (?)
- FRAG 511 Eckolstädt (?)

 

Bei dem Typenprojekt MB/BS handelt es sich um ein vom Projektierungsbüro Süd entwickeltes, monolithisches Bauwerk der Schutzklasse E. Besonderheit an diesem Typ war der modulare Aufbau aus Raumbausteinen, so dass das Projekt individuell den Bedürfnissen angepasst werden Konnte. Die Breite des Bauwerks war immer gleich, exakt 13,8 m, die Länge war durch das Bausteinprinzip variabel. Der Bunkertyp konnte maximal 12 Stunden hermetisiert werden, die Autonomiezeit betrug nur 3 Tage, dann wäre der Dieselkraftstoff der NEA (meist mit einer Scheinleistung von 75 KVA) zu Neige gegangen. Der Dieselkraftstoff wurde üblicherweise in 200 Liter Fässern gelagert. Der Aufbau im inneren war immer gleich, ein Gangbaustein in der Mitte, links und rechts die Raummodule, wie beispielsweise Operativbaustein, Sanitärbaustein, oder ein Baustein zur technischen Sicherstellung. Meist befand sich am Kopf des Bauwerks ein großer Garagenbaustein. Alle MB/BS verfügten über einen einfachen Klimablock bestehend aus einer Brunnenwasserkühlung und einem elektrischen Heizregister.

Der MB-3 ist eine standardisierte Ausführung des MB/BS als Objektführungsbunker, die Abmaße betragen 36,6 x 13,8m, im Zugangsbereich befindet sich eine Kleinstschleuse mit Bypass, als NEA kommt jeweils ein Aggregat mit 75 KVA zum Einsatz.

 

Garagenmodul eines MB/BS

Hauptflur

standartisierter Klimablock für alle Varianten

Wasserversorgung

Netzersatzaggregat eines MB-3

Filteranlage

 

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MB-1-15

 

Nutzer : NVA
Schutzklasse : ?
Standorte :

- C-Objekte aller S-75 Stellungen der LSK/LV
- Objekte der FRR und Fla-Raketenbrigaden

 

Der MB 1-15 ist ein monolithischer Lagerbunker für S-75 Raketen. Im Inneren befindet sich eine Krananlage. Vereinzelt findet man diesen Bunker auch in einer Zwillingsausführung als Typenbau MB 2-50.

 

Fassadenansicht eines MB 1-15

Innenansicht

Wandbeschriftung

 

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Schutzbauwerk für S-200 Raketen

 

Nutzer : NVA
Schutzklasse : ?
Standorte :

- FRAG 411 Badingen
- FRAG 431 Prangendorf
- FRAG 511 Eckolstädt

 

Dieser Bunker wurde speziell für die Unterbringung der vorbereiteten S-200 Fla-Raketen an den Feuerstellungen der Fla-Raketenabteilungsgruppen errichtet.
Hinter 2 großen, hydraulisch angetriebenen Drucktoren befanden sich die Raketen auf den Lademaschinen. Ein Gleis führte dabei aus den Lagerkammern heraus zu den Starttischen.

 

Aussenanschicht mit Gleisen zum Starttisch

Im Inneren

Tormechanik

 

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Führungsbunker der LSK/LV (alt)

 

Nutzer : NVA
Schutzklasse : E
Standorte :

- GS-31 Kolkwitz
- GS-33 Cölpin

 

Bei diesem Bauwerk handelt es sich um ein frühes Typenprojekt aus den 60iger Jahren nach sowjetischen Plänen. Das 3 geschossige Bauwerk diente als Divisionsgefechtsstand der LSK/LV. Zur Ausstattung gehörten 2 Klimablöcke, 2 Gasturbinen als Netzersatz und eine Dekontaminationsschleuse mit Bypass. Es verfügte über vollständigen ABC Schutz, allerdings nur über einen geringen Schutz vor direkten Treffern von betonbrechenden Sprengkörpern. Es wurden nur 2 Bauwerke für die beiden Luftverteidigungsdivision der LSK/LV errichtet.

 

Zugang

Hauptflur

Notausgang

Schlafsaal

Filteranlage

Führungssaal mit Planchette

 

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Funksendezentrale (alt)

 

Nutzer : NVA
Schutzklasse : D
Standorte :

- Sendestelle der Volksmarine bei Marlow
- Funksendeamt 1 Limsdorf
- Funksendeamt 3 Calau
- Funksendeamt 4 Ulrichshof

 

Dieses Bauwerk war ein frühes Typenprojekt für schwer geschützte Sendestellen von Führungsstellen der NVA. Projektiert wurde dieser Bunker noch in der Schutzklasse C, später erfolgte jedoch eine Herabstufung auf D. Das zweietagige Bauwerk besaß 3 Netzersatzaggregate mit je 160KVA Scheinleistung, einen Klimablock und mehrere Senderäume. Typisch für diesen Bunkertyp waren die Betonhutzen über den Lüftungsschächten und dem Notausgang, welcher zugleich der größte Schwachpunkt dieses Bunkertyps war, da er senkrecht durch beide Etagen verlief und somit eine Schwachstelle bei einem Treffer in den Schacht darstellte. Je nach Senderausstattung befanden sich um das Bauwerk herum mehrere Erdantennenfelder.

 

Betonhaube auf Notausgang

Zugangstür

Flur

NEA

Druckluft

Dieseltanks

 

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Funksendezentrale (neu)

 

Nutzer : NVA
Schutzklasse : C
Standorte :

- Objekt 17/448, Sendestelle für die Hauptführungsstelle des MfNV Kunersdorf
- Objekt 17/5002, Sendestelle für den Komplex 5000 bei Marienwerder

 

Bei dem Typenprojekt handelt es sich um eine neuere Ausführung schwer geschützter Sendestellen. Das zweietagige Bauwerk ist prinzipiell ähnlich dem älteren Typenprojekt aufgebaut, besitzt jedoch zusätzlich eine 2,1m starke Zerschellschicht mit Zwischengeschoss zwischen ZS und Schutzkerndecke. Die Schutzklasse war mit SK C recht hoch, zur Ausstattung gehörten 3 NEA mit je 400 KVA, Klimablock, USV Anlage und eine Kleinstschleuse. Das Bauwerk besaß ausserdem mehrere Anbauten und externe Schächte zur Medienversorgung.

 

Zugang

Funkführungssaal

Kabeleinführung

LTA

NEA Raum

Notausstieg

 

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Sonderwaffenlager (Dezentral)

 

Nutzer : Sowjetische Streitkräfte
Schutzklasse : ?
Standorte :

- Flugplatz Brand
- Flugplatz Finsterwalde
- Flugplatz Lärz
- weitere Bauwerke in Polen, Ungarn, CZ...

 

Diese Sonderwaffenlager dienten zur Unterbringung von Sondermunition an sowjetischen Flugplätzen. Die Ebenerdig errichteten, erdüberdeckten Lagerbunker besaßen eine 40m lange Lagerkammer, einen Silberanstrich (vermutlich als EMP Schutz) und eine Klimanlage. Sie waren vollständig mit LKW befahrbar. Als Netzersatz kam ein externes Aggrgat zum Einsatz.

 

Giebelansicht eines verschlossenen Lagers

Verschlusstore im Umschlagraum

Giebelansicht eines Lagerbunker

LTA

Krananlage im Umschlagraum

Sprengkopflager

 

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Sonderwaffenlager (Zentral)

 

Nutzer : Sowjetische Streitkräfte
Schutzklasse : ?
Standorte :

- Lychen
- Stolzenhain
- weitere Bauwerke in Polen, Ungarn, CZ...

 

Dieser Typenbau diente als zentrales Kernwaffendepot der jeweiligen sowjetischen Streitkräfte in den ehemaligen Staaten des Warschauer Vertrages. Kern des Bauwerks ist eine große Umschlaghalle mit 4 Lagerkavernen für nukleare Sprengköpfe. Die Größe der Lagerräume variierte in den unterschiedlichen Anlagen. Zur weiteren Ausstattung gehörte eine NEA, ein Drucklufterzeugung und eine Klimaanlage. Im Gegensatz zu anderen Schutzbauwerken wurde hier die LTA auf Unterdruck gefahren, um eventuell austretende radioaktive Stoffe im Bauwerk zu halten.
Es wurden pro Objekt immer 2 Bunker diesen Typs errichtet, jeweils 90° zueinander gedreht. Da dieser Bunkertyp von beiden Seiten Zufahrtstore besaß, war so aus jeder Himmelsrichtung ein rankommen an mindesten 50% des Lagergutes nach einer nahen Detonation möglich.

 

Zufahrtstor

massives Verschlusstor

zentraler Umschlagraum...

...mit Bodenmarkierungen

Lagerkaverne

Netzersatzaggregat

 

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