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V2c-u Rohbau bei Storkow

 

Die Tarnbaracke, im Inneren befindet sich
der Einstieg zum Zugangstunnel

Der Zugangstunnel

 

Bunkertypen : V2u / V2c-u
Etagen : 1
Zustand : gut

 

Bei Storkow in einem nicht mehr fertig gestellten Ferienobjekt befindet sich eine wohl einzigartige Anlage. Einzigartig, weil es sich um einen Bunker der 1/15 V2x Serie im Zustand des Rohbaus handelt.
Angedachter Nutzer wahr vermutlich die Verwaltung Rückwärtige Dienste des MfS (VRD), Paul Bergner spricht im Buch "Programm Delphin" dagegen von einer geplanten Anlage für den Sekretär des ZK für Wirtschaft, Günter Mittag.

Prinzipiell handelt es sich um einen V2u / V2c-u, welcher sonst nur in dieser Bauausführung bei der Afüst BV Suhl des MfS bei Frauenwald zu finden ist. Die Anlage hat jedoch einige Abweichungen, links am Bunker befindet sich noch ein separater Kabeleinführungsbunker, errichtet aus den typischen V2x Fertigteilen inklusiver Zugangstreppe und Druckschutz Türen. In diesem verschwinden Leerrohre, deren anderes Ende man in den FM-Räumlichkeiten des V2x Rohbaus wiederfindet. Es gibt nur den regulären linken Eingang zum Zugangstunnel, der rechte Zugang existiert in der üblichen Form nicht, stattdessen führt gegenüber dem Bereich, in dem sonst der Zugang zur rechten Vorschleuse liegt, ein ca. 65m langer Tunnel in den Keller einer Tarnbaracke.

 

linker Hauptgang

Die rechte Zuluftstrecke

 

Eine Weitere Besonderheit der Anlage ist der leicht modifizierte Schleusenbereich, es gibt nur einen Zugang vom Eingangstunnel zur linken Vorschleuse, die rechte Vorschleuse kann nur durch die erste Stufe der Hauptschleuse betreten werden und sollte vermutlich als vergrößerter Lagerbereich dienen. Während man im Rohbau bereits vereinzelt eingebaute oder herumliegende Druckschutz Türen findet, ist von sonstiger Technik nicht viel zu sehen, Filterverpackungen liegen im Lagerbereich herum, einzelne Kabeltrassen und leere SNV Kästen wurden montiert, auch der Wasservorratsbehälter befindet sich bereits im Bauwerk, weitere Technik und teilweise die Anstriche fehlen.
Überall verstreut findet man Relikte aus der Bauzeit wie Bauhelme, gefüllte Gipseimer und Farbrollen. Ein großer elektrischer Heizkonvektor mit Bauverteiler aus SNV Kästen steht im linken Sanitärbereich und sollte vermutlich der Trockenlegung des Bauwerks dienen. Im rechten NEA Bereich fehlen ausserdem noch die Wände zwischen den KDWD, vermutlich weil der Kraftstofftank noch eingebaut werden sollte. Auch befinden sich an einigen Stellen der Anlage noch Montageschächte aus Brunnenringe. Der Zustand der Anlage kann dem Baufortschritt entsprechend als gut bezeichnet werden, wohl auch weil die Anlage relativ weit ab vom Schuss und gut versteckt errichtet wurde. Wer sich für die Schutzbauwerke des MfS interessiert, sollte sich diese einmalige Anlage auf keinen Fall entgehen lassen.

 

 

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