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Fla-Raketenabteilung 4123 (FRA 4123) bei Klosterfelde

 

  • I Die Fla-Raketenabteilung 4123
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  • II U-Zone (A-Objekt) und technischer Bereich (C-Objekt)
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  • III Die alte Feuerstellung (B-Objekt)
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  • IV Die neue Feuerstellung (B-Objekt)
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    I Die Fla-Raketenabteilung 4123

     

    Die Zufahrt zur U-Zone

    Raketenbetankung

     

    Bunkertypen : MB 1-15, SBU, FB-3, Monolith
    Etagen : 1, 2
    Zustand : schlecht

     

    Bei Klosterfelde im Norden Berlins und im Wald gelegen, befand sich die FRA 4123. Zugehörig der 41. Fla-Raketenbrigade der LSK/LV war sie bis in die 70iger Jahre zunächst ausgerüstet mit dem S-75 "Dwina" Raketenkomplex, danach dann mit der modernisierten Variante "Wolchow" Die maximale Reichweite des letztgenannten Systems beträgt in etwa 40 Km. Eine Besonderheit dieser FRA war, dass sie ebenso wie die FRA 4122 Prötzel über 2 Feuerstellungen in unmittelbarer Nähe verfügte, eine ältere und eine moderne. Die Funktion der FRA war die Luftverteidigung Berlins, ebenso wie die 3 anderen stationären S 75 Stellungen der 41. Fla-Raketenbrigade (FRA 4121, 4122, 4124). Desweiteren wurde hier auch die Technik für die 4 mobilen Einheiten (FRA 4141, 4142, 4143, 4144) gelagert. Der Zustand des gesamten Objektes ist traurig, es lässt sich so gut wie kein Stück Metall mehr anfinden, den Schrottis sei Dank. Seinen Müll hat hier der ein oder andere natürlich auch kostenlos entsorgt. Einige Bunkeranlagen wurden ausserdem in Brand gesteckt und sind rußgeschwärzt. Auch wurden einige FB-3 in der neuen Feuerstellung zugemauert und als Fledermausquartier hergerichtet.

     

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    II U-Zone (A-Objekt) und technischer Bereich (C-Objekt)

     

    Das Öllager in der U-Zone

    Lagerbunker Typ MB 1-15 für die S-75 in der Technikzone

     

    Bei der Unterkunftszone (U-Zone) handelt es sich um ein übliches Kasernenobjekt, vorhanden war unter anderem auch ein Kino, ein Lebensmittelgeschäft und eine Gaststätte. Ein Heizhaus versorgte die Gebäude im Objekt mit Wärme, eine kleine monolithische Bogendeckung diente als Öllager. In der technischen Zone befand sich eine Ringstraße, an der sich die Betankungsplätze für die Raketen befanden, ausserdem Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge und schließlich der übliche Lagerbunker für die Raketen, ein monolithisches Typenbauwerk mit der Bezeichnung MB 1-15. Ausserdem sind noch 2 geschützte Garagen und ein einzelner FB-3 ohne Tambour, dafür aber mit eingebauten Ziegelofen, zu finden.

     

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    III Die alte Feuerstellung (B-Objekt)

     

    Die geschützte Trafostation der Stellung

    manuelle Notbelüftung am SBU des Gefechtsstands

     

    Die alte Feuerstellung war mit einer Mauer und einer innenliegenden HSA umgeben. Zentral gelegen und umgeben von den 6 Feuerstellungen, der Gefechtsstand. Bei diesem handelt es sich nicht wirklich um einen "Bunker", sondern um einen von Erdwällen geschützten Gebäudekomplex, der einzige Bunker ist eine am Gefechtsstand angebundene Bogendeckung sowjetischer Bauart. Dabei handelt es sich um eine Fertigteilbogendeckung Typ SBU. Dieser diente zur Unterkunft der Besatzung des Gefechtsstandes. Mehrere angebaute Garagen dienten zur Unterbringung der mobilen Technik des Raketenkomplexes wie die Leitkabine und den Geräten zur Luftraumaufklärung. Eine Trafostation zur Elektroversorgung des Objektes befand sich ebenfalls im Erdwall des GS. Weiter findet man im GS selbst einen Sanitärbereich, eine kleine Küche, eine Speisesaal und schließlich den Lagerraum, den größten Raum des Gebäudekomplexes. Insgesamt ist der Gefechtsstand relativ verschachtelt aufgebaut, mehrere lange begehbare Kabelschächte führen unter den Räumlichkeiten hindurch zu den Feuerstellungen. Der GS ist ausserdem mittlerweile extrem baufällig und dürfte sich in den nächsten Jahren selbst zurrück bauen, eine Begehung sollte nur unter größter Vorsicht erfolgen.

    Die Feuerstellungen selbst liegen rautenförmig um den Gefechtsstand, es handelt sich dabei um mit Beton ausgekleidete Erdvertiefungen.

     

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    IV Die neue Feuerstellung (B-Objekt)

     

    entkernte FB-3 zur Manschaftsunterbringung

    rückseitiger Personenzugang des Gefechtsstandes

     

    Die neue Feuerstellung wurde erst in der 2. Hälfte der 80iger Jahre errichtet, teilweise findet man an diversen technischen Ausrüstungsteilen sogar noch die Lieferscheine, datiert auf das Jahr 1986.
    Auch hier schützte das Objekt eine Betonmauer und eine innenliegende HSA. Das Gelände ist sehr großflächig und hügelig, die Feuerstellungen liegen in Abständen von etwa 100 Meter auch hier rautenförmig um den Gefechsstand verteilt.
    Fertigteilbogendeckungen Typ FB-3 in Dreiergruppen dienten zur Unterbringung der Bedienmanschaften der Startbatterien. Überall im Gelände verteilt zu finden sind geschützte Garagen zur Unterbringung der Technik des Raketenkomplexes, teilweise wurde an diesen noch monolitische Bunkeranbauten oder einzelne FB-3 angesetzt.

    Zentral gelegen auf einem Hügel ist schließlich der teilweise 2-etagige Gefechtsstand zu finden, ein monolithischer Typenbau mit angesetzten Garagen und einem FB-3. Auch hier ist eine Küche, sanitäre Anlagen, ein Speiseraum und der oblogatorische Lageraum zu finden. Rückseitig ausserdem noch ein Personenzugang und die Technikräume. Eine Dreiergruppe Fertigteilbunker Typ FB-3 an der Rückseite diente zur Unterbringung der Besatzung.

    Auch in dieser Stellung wurde ordentlich von Schrottis aufgeräumt, alle Dinohälse der FB-3, die Drucktüren und Tore der Garagen wurden allesamt "entsorgt"

     

    S 75 im Luftwaffenmuseum Gatow

     

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    Auswahl der Medien:

     

    Direktlink zur Bildergalerie 1 : FRA 4123, U-Zone und Raketenlager
    Direktlink zur Bildergalerie 2 : FRA 4123, alte Feuerstellung
    Direktlink zur Bildergalerie 3 : FRA 4123, neue Feuerstellung