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Wiederverwendungsprojekt FB-3

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

  • 1. Einführung und Geschichte
  • 4. Weitere Projekte auf Basis FB-3
  • 2. Konstruktion
  • 5. zum Projekt FB-3
  •     2.1 Bauwerkskörper
  •     5.1 sonstiges
  •     2.2 Lufttechnische Anlagen
  •     5.2 3D-Modelle
  •     2.3 sonstige technische Ausstattung
  • 6. Dokumente und Quellen
  • 3. Angebotsprojekte Grundtyp
  •     3.1 FB-3-M1 und F1
  •     3.2 FB-3-M2 und F2
  •     3.3 FB-3 S
  •     3.4 Modernisierung der Projekte
  •  

     

    1. Einführung und Geschichte

     

    Auf diesen Seiten soll der wohl bekannteste und meist gebauteste Bunkertyp auf dem Gebiet der ehemaligen DDR etwas genauer vorstellt
    werden: der Fertigteilbunker vom Typ FB-3. Die Entwicklung dieses Wiederverwendungsprojektes erfolgte nach Forderungen der bewaffneten
    Organe der DDR Mitte der 60iger Jahre nach einem pioniermäßig zu errichtenden Mannschaftsbunker für 6-10 Personen. Die Entwicklung
    übernahm das MfNV -eigene Projektierungsbüro Süd Dresden. Verfügbar war in den Katalogen des Ministerium für Bauwesen, Bereich
    Spezialbauwesen bis zu diesem Zeitpunkt für diesen Anwendungszweck ausschließlich das sowjetische Wiederverwendungsprojekt SBU1,
    welches sich offenbar nicht bewährt hatte und seitens der bewaffneten Organe der DDR nach Einführung des FB-3 schnell ausgemustert
    wurde.

     

    Der genaue Beginn der Projektierung und deren Fertigstellung ist uns nicht bekannt, das MfS plante jedoch ab 1966 mit dem noch als
    "Mannschaftsbunker" bezeichnetem Bauwerk1 und baute ab 1968 ein Erprobungsbauwerk durch Baupioniere des Wachregimentes auf dem
    Übungsplatz Teupitz2 zusammen mit dem Prototypen des Wiederverwendungsprojektes 1/15 . Die NVA errichtete Erprobungsbauwerke auf
    dem TÜP Storkow. Die Projektierung erfolgte zeitgleich mit den Wiederverwendungsprojekten FB-1 (Fahrzeugbunker) und FB-2 (Material- und
    Gerätebunker), die Fertigstellung der beiden "größeren Brüder" erfolgte jedoch erst 19703. Im Gegensatz zu den Projekten FB-1 und FB-2,
    welche ab 1975 durch den FB-75 ersetzt wurden, wurde der FB-3 bis zum Ende der DDR gebaut. Eine Überarbeitung des Projektes fand
    1980 - 1981 statt. Außerdem wurde ein weiteres Projekt dem Grundtyp hinzugefügt, der FB-3 L5 als Lagerbunker für nicht explosives Lagergut.

     

     

    die typischen Lüftungsrohre des FB-3

    gut erhaltener FB-3/F

     

     

    Das Bauwerk entsprach in den Ausführungen M und F in etwa der Schutzklasse E in den Lastfällen 1 und 2, bot also Schutz vor
    betonbrechenden Bomben bis 100Kg, besaß eine Druckfestigkeit von 1 Kp/cm2 und war mit einer Filteranlage zum Schutz vor radioaktive
    Stäube, chemischen und biologischen Kampfstoffen ausgestattet. Außerdem war in den späteren Ausführungen theoretisch sogar eine
    Hermetisierung möglich (siehe Abschnitt 2.2 zur lufttechnischen Anlage).

     

    Die Kosten für einen FB-3 beliefen sich, je nach Ausführung und Innenausstattung, zwischen 64 000 und 80 000 Mark. Der Bunker wurde von
    allen bewaffneten Organen, abgesehen von den Betriebskampfgruppen und der Zivilverteidigung, genutzt und in großer Zahl errichtet. Allein
    in einem Radius von 30 Km um den ehemaligen Produktionsort der Betonfertigteile (Betonwerk Storkow, Betriebsteil des MfNV -eignen VEB
    Hoch-, Montage- und Tiefbau) lassen sich heute noch über 200 Bunker vom Typ FB-3 finden.

     

     


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